• 21.04.2026
  • Zuletzt aktualisiert 14.05.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 2018 bleibt Ihr Privatvermögen bei einem Umzug ins Pflegeheim geschützt – die laufenden Heimkosten werden primär aus Pension und Pflegegeld gedeckt.
  • Die einmaligen Kosten für das Umzugsunternehmen, Packmaterial und die Entrümpelung der alten Wohnung sind grundsätzlich Privatsache und werden nicht vom Sozialamt übernommen.
  • Erfolgt der Umzug für Senioren aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder Krankheit, können die Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden.
  • Ein im Grundbuch eingetragenes Wohnungsgebrauchsrecht erlischt nicht automatisch durch den Heimeintritt – kann aber gegen eine Ablöse gelöscht werden.
  • Die Beauftragung eines Unternehmens schont die Gesundheit und sorgt durch professionelle Montage und Packservice für einen stressfreien Übergang.


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1. Welche Herausforderungen bringt ein Umzug für Senioren?

Ein Umzug im fortgeschrittenen Alter bedeutet weit mehr als nur Kisten packen und Möbeltransport. Oft verlassen Senioren ein Heim, in dem sie 30 oder 40 Jahre lang gelebt haben. Die emotionale Belastung durch den Abschied von der vertrauten Umgebung wiegt meist schwerer als die körperliche Anstrengung. Zudem müssen viele rechtliche und organisatorische Hürden in Österreich gleichzeitig bewältigt werden.

Das sind die größten Herausforderungen bei einem Umzug für Senioren:

HerausforderungErläuterung
Emotionale BindungDer Abschied von Erinnerungen und langjährigen Nachbarn fällt oft schwer.
Körperliche BelastungDas Packen und Heben ist ohne fremde Hilfe kaum noch allein machbar.
KündigungsfristenMietverträge in Österreich haben oft 3 Monate Frist zum Monatsletzten.
HausverkaufDie Verwertung der eigenen Immobilie ist rechtlich sehr komplex und zeitaufwendig.
Erlöschen des WohnrechtsBestehende Rechte im Grundbuch müssen juristisch korrekt gelöscht werden.
RäumungGroße Häuser enthalten meist mehr Möbel, als in die neue Wohnung passen.
BehördenwegeDie Ummeldung beim Meldeamt und bei Versorgern ist bürokratisch mühsam.
Pflegestufen-AnpassungBei Umzug in ein Heim muss die Pflegestufe oft neu bewertet werden.


In welchem Alter ist ein Umzug am schwierigsten?

Ein Umzug fällt den meisten Menschen ab einem Alter von 75 Jahren besonders schwer, da die körperliche Belastbarkeit in dieser Lebensphase oft spürbar nachlässt. Neben der physischen Anstrengung wiegt vor allem die emotionale Bindung an das langjährige Heim schwer, in dem man über Jahrzehnte hinweg tiefe Wurzeln geschlagen hat. Der Abschied von vertrauten Nachbarn und liebgewonnenen Gewohnheiten stellt daher eine enorme psychische Herausforderung dar, die viel Kraft kostet.

Zusätzlich erschweren komplexe rechtliche Hürden wie etwa das Beachten von Kündigungsfristen oder das bürokratische Löschen von Wohnrechten im Grundbuch in Österreich den Wohnungswechsel. Auch die Organisation einer kompletten Räumung oder der Verkauf einer Immobilie überfordern Senioren ohne fremde Hilfe oft maßlos.


2. Was sollten Senioren vor einem Umzug beachten?

Ein rechtzeitiger Blick auf die organisatorischen Details entscheidet über den Erfolg eines Umzugs für Senioren. Sie sollten vorab genau prüfen, welche Möbelstücke in die oft kleinere neue Wohnung passen und welche Stücke Sie lieber abgeben möchten.

Besonders die rechtzeitige Klärung von Kündigungsfristen und die Suche nach einem passenden neuen Standort stehen dabei an 1. Stelle.

  • Auswahl der passenden Wohnform oder eines zertifizierten Pflegeheims in der gewünschten Region
  • Fristgerechte Kündigung des aktuellen Mietvertrags unter Einhaltung der gesetzlichen 3 Monate
  • Überprüfung von bestehenden Wohnrechten oder Belastungs- und Veräußerungsverboten im Grundbuch
  • Beantragung von Förderungen für barrierefreies Umbauen oder Umzugskostenzuschüsse bei Pflegebedarf
  • Organisation einer fachgerechten Entrümpelung für Keller, Dachboden und nicht mehr benötigtes Inventar
  • Umzug melden beim Meldeamt sowie bei Energieversorgern, Versicherungen und der Post (Fristen beachten!)
  • Einholen von Voranschlägen für Umzugsfirma-Kosten 


Welche Kündigungsfristen sind bei einem Seniorenumzug wichtig?

In Österreich müssen Senioren bei einem Umzug vor allem auf die gesetzlichen Fristen im Mietrechtsgesetz achten. Meistens beträgt die Kündigungsfrist für eine Wohnung 3 Monate, wobei das Schreiben immer am Monatsletzten beim Vermieter eintreffen muss. Zusätzlich sollten Sie laufende Verträge für Strom, Gas und Versicherungen rechtzeitig prüfen, um doppelte Kosten zu vermeiden.

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Kündigungen und Fristen in Österreich:

VertragstypKündigungsfristkurze Erläuterung
Mietwohnung3 MonateDie Kündigung muss schriftlich erfolgen und rechtzeitig beim Vermieter sein.
Strom und Gas2 WochenBei einem Umzug gilt meist ein Sonderkündigungsrecht oder eine kurze Frist.
HaushaltsversicherungSofortDie Versicherung endet in Österreich oft mit dem Auszug aus dem Objekt.
Festnetz & Internet1 bis 3 MonatePrüfen Sie, ob der Anbieter am neuen Wohnort den Dienst anbieten kann.
Zeitungsabos1 MonatViele Verlage haben kurze Fristen zum Monatsende.
RundfunkgebührenSofortDie Abmeldung bei der OBS (früher GIS) erfolgt direkt zum Umzugstag.
DaueraufträgeSofortBanken löschen regelmäßige Zahlungen für Miete oder Betriebskosten sofort.


Was passiert mit Wohnrecht bei Umzug ins Pflegeheim?

Das im Grundbuch eingetragene Wohnrecht erlischt in Österreich nicht automatisch durch den bloßen Umzug ins Pflegeheim. Es bleibt rechtlich so lange bestehen, bis Sie als Berechtigter ausdrücklich auf dieses Recht verzichten oder versterben.

Sollten Sie das Haus dauerhaft verlassen, empfiehlt sich eine schriftliche Löschung im Grundbuch gegen eine entsprechende Ablöse. Oft vereinbaren Familien in solchen Fällen eine finanzielle Entschädigung, die dann zur Deckung der Heimkosten genutzt werden kann.


3. Wie bereitet man einen Seniorenumzug vor?

Eine gute Vorbereitung beginnt bereits 6 Monate vor dem eigentlichen Umzugstermin. Zuerst sollten Sie klären, welche Wohnform im Alter am besten zu Ihren aktuellen Bedürfnissen passt. Ein strukturierter Zeitplan hilft Ihnen dabei, den Überblick über alle Termine und Fristen zu behalten.

Das sind die wichtigsten Aufgaben für eine entspannte Planung eines Umzugs für Senioren:

  • Passendes Pflegeheim oder betreutes Wohnen in der Wunschregion finden.
  • Finanzierung der neuen Unterkunft durch Pension, Pflegegeld oder Immobilienverkauf sichern.
  • Laufende Mietverträge und Abonnements unter Einhaltung der Fristen schriftlich kündigen.
  • Inventar sichten und entscheiden, welche Möbelstücke in die neue Wohnung mitdürfen.
  • Kostenvoranschläge von spezialisierten Umzugsunternehmen für Senioren in Wien oder Umgebung einholen.
  • Hausrat rechtzeitig aussortieren und nicht mehr benötigte Dinge verschenken oder entsorgen.
  • Umzugskartons schrittweise packen und dabei jedes Zimmer einzeln und deutlich beschriften.
  • Adressänderungen bei Behörden, Banken, Versicherungen und der Post rechtzeitig bekanntgeben.


Wie finde ich eine seniorengerechte Wohnung?

Erste Anlaufstellen sind die Wohnberatungsstellen der Bundesländer oder Gemeinden, die oft eigene Programme für “Betreubares Wohnen” oder Senioren-WGs führen. Zudem bieten Online-Plattformen wie Wohnbuddy oder die Serviceseiten des Sozialministeriums wertvolle Informationen zu alternativen Wohnformen und barrierefreien Objekten.

Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf folgende Kennzeichen einer seniorengerechten Wohnung:

  • Stufenloser Zugang zum Gebäude und zur Wohnung (idealerweisemit Lift)
  • Ausreichend breite Türstöcke für Rollatoren oder Rollstühle.
  • Bodengleiche Dusche mit rutschfesten Fliesen und stabilen Haltegriffen im Badezimmer
  • Ausreichend Bewegungsfreiraum in der Küche und im Bad
  • Gute Erreichbarkeit von Lichtschaltern, Steckdosen und Fenstergriffen in Sitzhöhe
  • Zentrale Lage mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr und Nahversorger
  • Vorhandensein eines 24-Stunden-Notrufsystems oder einer Servicestelle im Haus
  • Schwellenlose Übergänge zu Balkonen, Terrassen oder Loggien


Wie finde ich das passende Pflegeheim?

Die Suche nach dem passenden Pflegeheim beginnt idealerweise auf den offiziellen Serviceportalen des Sozialministeriums oder der jeweiligen Landesregierungen. Plattformen wie pflege.gv.at bieten einen umfassenden Überblick über stationäre Einrichtungen sowie Informationen zu Kosten und freien Plätzen in Ihrer Region.

Ergänzend dazu sind Beratungsstellen wie die Caritas, die Diakonie oder das Rote Kreuz wertvolle Anlaufstellen, die Sie persönlich bei der Auswahl unterstützen können. Es empfiehlt sich, eine engere Auswahl an Häusern vorab unangemeldet zu besuchen, um einen authentischen Eindruck von der Atmosphäre und dem Umgang mit den Bewohnern zu gewinnen.

Achten Sie bei Ihrer Auswahl besonders auf folgende Kennzeichen und Anforderungen:

  • Zertifizierte Qualität: Verfügt das Haus über das Nationale Qualitätszertifikat (NQZ) für Alten- und Pflegeheime in Österreich?
  • Fachliche Spezialisierung: Gibt es Schwerpunkte für spezielle Bedürfnisse wie Demenz, Wachkoma oder Palliativpflege?
  • Transparente Kosten: Sind alle Leistungen im Heimvertrag klar geregelt und welche Anteile werden durch Pflegegeld oder Sozialhilfe gedeckt?
  • Barrierefreiheit: Sind alle Bereiche (Zimmer, Bäder, Garten) schwellenlos und für Rollstühle oder Rollatoren ausgelegt?
  • Personal und Zuwendung: Ist ausreichend qualifiziertes Pflegepersonal vorhanden, das wertschätzend und auf Augenhöhe mit den Senioren kommuniziert?
  • Soziale Teilhabe: Werden vielfältige Freizeitaktivitäten, Ausflüge und ein strukturierter Tagesablauf angeboten?
  • Kulinarik und Flexibilität: Können Essenszeiten individuell gestaltet werden und wird auf spezielle Diäten oder Wünsche eingegangen?
  • Besuchszeiten: Sind Angehörige jederzeit willkommen und gibt es Räumlichkeiten für private Feiern oder Treffen?


Wie gehe ich beim Packen vor?

Ein systematisches Vorgehen beim Packen schont die Nerven und den Rücken, besonders wenn die neue Wohnung kleiner ausfällt. Beginnen Sie am besten schon Wochen vor dem Umzugstermin damit, Dinge auszusortieren, die Sie im Alltag nicht mehr benötigen oder die in der neuen Unterkunft keinen Platz finden.

Das oberste Prinzip beim Privatumzug lautet: Packen Sie Zimmer für Zimmer und beschriften Sie jede Schachtel sofort mit dem Inhalt und dem Zielraum.

Hier ist der ideale Ablauf für einen Umzug für Senioren:

  • Besorgen Sie ausreichend stabiles Packmaterial wie Kartons, Seidenpapier für Glas und Klebeband direkt bei Ihrer Wiener Umzugsfirma.
  • Starten Sie mit Kellern, Dachböden oder Abstellräumen, da diese Dinge meist nicht täglich im Gebrauch sind.
  • Füllen Sie schwere Gegenstände wie Bücher immer nach unten und füllen Sie die Kartons oben mit leichten Textilien auf.
  • Achten Sie darauf, dass kein Karton schwerer als 15 bis 20 kg wird, um die Tragehelfer und Ihre eigene Gesundheit zu entlasten.
  • Zerbrechliches wie Geschirr oder wertvolle Erbstücke wickeln Sie einzeln in Polsterfolie oder Papier ein und kennzeichnen die Kiste als “Vorsicht Glas”.
  • Packen Sie für den Umzugstag eine eigene “Überlebenskiste” mit Medikamenten, wichtigen Dokumenten, Waschzeug und dem nötigsten Besteck.
  • Sichern Sie Schranktüren mit Klebeband und verstauen Sie Schrauben von zerlegten Möbeln in beschrifteten Sackerln direkt am Möbelstück.


4. Wie läuft ein Umzug mit Senioren ab?

Ein Umzug für Senioren erfordert am Stichtag vor allem Ruhe und eine klare Struktur. Idealerweise übernehmen erfahrene Helfer das Tragen und Verladen der schweren Möbel: Wenn Sie hierbei eine Umzugsfirma beauftragen, gehen Sie in jedem Fall auf Nummer Sicher. 

So können sich die Senioren ganz darauf konzentrieren, gut in der neuen Umgebung anzukommen, ohne sich körperlich zu übernehmen.

Hier finden Sie den Ablauf am Umzugstag im Detail:

SchrittMaßnahmeErläuterung
Frühstück & StartEnergie tankenEin ruhiger Beginn schont die Nerven vor dem Eintreffen der Helfer.
EinweisungKurzes BriefingDie Umzugshelfer erfahren, welche Stücke besonders vorsichtig zu behandeln sind.
VerladenSystematisches BeladenZuerst kommen meist die großen Möbelstücke und schweren Kartons in den Lkw.
EndkontrolleRundgang altAlle Räume, Keller und Dachböden werden final auf vergessene Dinge geprüft.
ZählerständeAblesungStrom, Gas und Wasser werden in der alten Wohnung für die Abmeldung notiert.
FahrtSicherer TransportDie Senioren fahren idealerweise separat und stressfrei zum neuen Wohnort.
AusladenZielgerichtetes AbstellenDie Kartons werden direkt in die beschrifteten Räume der neuen Wohnung gebracht.
AufbauMöbelmontageBetten und Schränke werden sofort aufgebaut, um die erste Nacht sicherzustellen.
Notfall-BoxErste HilfeMedikamente, Waschzeug und wichtige Unterlagen sind sofort griffbereit.


Was spricht für ein Umzugsunternehmen bei einem Seniorenumzug?

Ein spezialisiertes Umzugsunternehmen nimmt Senioren die schwere körperliche Last und den enormen Planungsstress ab. Professionelle Helfer verfügen über das richtige Equipment und die nötige Erfahrung, um antike Erbstücke oder sperrige Möbel auch durch enge Wiener Stiegenhäuser zu transportieren.

Zudem bietet eine Fachfirma einen umfassenden Versicherungsschutz, falls beim Transport doch einmal etwas schiefgehen sollte. Durch Zusatzleistungen wie einen Einpackservice oder die fachgerechte Möbelmontage bleibt für die Betroffenen mehr Zeit, um sich emotional auf das neue Zuhause einzustellen.

Das spricht für und gegen ein Umzugsunternehmen bei einem Umzug für Senioren:

Vorteil/NachteilErläuterung
Körperliche EntlastungProfis übernehmen das schwere Heben und Tragen der Umzugskartons.
ZeitersparnisErfahrene Teams erledigen die gesamte Übersiedlung meist an nur einem Vormittag.
VersicherungsschutzSchäden am Inventar sind über die Betriebshaftpflicht der Firma abgesichert.
Full-Service-OptionenEinpacken, Montage und Entrümpelung können bequem mitgebucht werden.
KostenfaktorDie Beauftragung einer Firma ist teurer als ein Umzug mit privaten Helfern.
Fremde PersonenMan gibt persönliche Gegenstände und den Zutritt zur Wohnung in fremde Hände.


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5. Was ist wichtig nach einem Seniorenumzug?

Nach dem eigentlichen Umzugstag beginnt die Phase der sanften Eingewöhnung in das neue Umfeld. Es ist wichtig, die vertrauten Alltagsroutinen so schnell wie möglich wiederherzustellen, um sich im neuen Heim sicher zu fühlen.

Dazu gehören sowohl die bürokratischen Erledigungen als auch die Gestaltung der Räume nach persönlichen Wünschen.

Das sind die wichtigsten Maßnahmen für die ersten Tage nach dem Umzug für Senioren:

  • Anmeldung beim zuständigen Meldeamt in der Gemeinde oder im Magistrat innerhalb von 3 Tagen.
  • Einrichtung der Wohnräume mit vertrauten Möbeln und Bildern für ein sofortiges Heimatgefühl.
  • Überprüfung der neuen Wohnung auf Stolperfallen und eine barrierefreie Erreichbarkeit aller Alltagsgegenstände.
  • Vorstellung bei den neuen Nachbarn oder der Hausgemeinschaft zur Förderung sozialer Kontakte.
  • Mitteilung der neuen Adresse an die Pensionsversicherungsanstalt, Banken und Versicherungen in Österreich.
  • Einrichtung eines Nachsendeauftrags bei der Post, damit wichtige Briefe sicher ankommen.
  • Suche nach neuen Hausärzten, Apotheken und Nahversorgern in der unmittelbaren Umgebung.


6. Was muss ich bei einem Auslandsumzug als Senior beachten?

Ein Auslandsumzug im Alter ist ein großes Abenteuer, das eine besonders präzise Vorbereitung bereits in Österreich erfordert. Dabei stehen vor allem die soziale Absicherung und die Mitnahme der Pension in das neue Zielland im Fokus. Ein frühzeitiger Check der medizinischen Versorgung vor Ort stellt sicher, dass Sie auch in der Ferne bestens betreut sind.

Das sind die wichtigsten Maßnahme bei einem Auslandsumzug:

  • Rechtzeitige Information bei der Pensionsversicherungsanstalt über den Export der österreichischen Pension
  • Klärung des Krankenversicherungsschutzes und möglicher Zusatzversicherungen für das Zielland
  • Prüfung der Einreisebestimmungen und notwendigen Visa für einen dauerhaften Aufenthalt
  • Übersetzung und Beglaubigung wichtiger Dokumente wie Geburtsurkunden oder ärztlicher Befunde
  • Organisation eines spezialisierten Transportunternehmens für internationale Umzüge ab Österreich
  • Eröffnung eines Bankkontos im Zielland zur reibungslosen Abwicklung laufender Zahlungen
  • Abmeldung des Hauptwohnsitzes beim zuständigen Meldeamt in Österreich vor der Abreise
  • Sicherstellung der Barrierefreiheit und Erreichbarkeit der neuen Unterkunft im Ausland


7. Was kostet ein Umzug für Senioren?

Die Kosten für einen Umzug für Senioren hängen stark vom gewünschten Komfort und dem tatsächlichen Arbeitsaufwand ab. Da Senioren oft kleinere Wohnungen beziehen, aber Unterstützung beim Packen und Montieren benötigen, setzen sich die Preise aus verschiedenen Dienstleistungen zusammen.

Ein professionelles Team verrechnet in Wien und Umgebung meist Stundensätze, während bei Fernumzügen innerhalb Österreichs oft Pauschalpreise vereinbart werden. Achten Sie darauf, dass seriöse Anbieter vorab eine kostenlose Besichtigung durchführen, um böse Überraschungen am Umzugstag zu vermeiden.

Hier finden Sie eine Übersicht der typischen Kostenstellen:

KostenstelleErläuterungPreisspanne (ca.)
Umzugsfirma2-Mann-Team inkl. Lkw und Versicherung70–95 €/Std.
PackserviceProfis verpacken den gesamten Hausrat35–50 €/Std.
VerpackungsmaterialKartons, Folien, Seidenpapier (Kauf oder Miete)150–350 €
HalteverbotszoneBeantragung und Schilder (1 Adresse in Wien)130–160 € pauschal
MöbelmontageFachgerechter Ab- und Aufbau durch Tischler45–75 €/Std.
EntrümpelungRäumung und Entsorgung nicht benötigter Möbel500–2.500 €
EndreinigungBesenreine Übergabe der alten Wohnung150–400 €
ZuschlägeWochenenden oder schwere Lasten (Klaviertransport usw.)50–250 € einmalig


Was kostet ein Umzug ins Pflegeheim?

Der Umzug in ein Pflegeheim ist finanziell zweigeteilt: Einmalige Kosten entstehen für den physischen Wohnungswechsel, während die monatlichen Heimkosten eine dauerhafte Belastung darstellen. Da der sogenannte “Pflegeregress” (der Zugriff auf das Privatvermögen) abgeschafft wurde, werden zur Deckung der Heimkosten primär die laufende Pension und das Pflegegeld herangezogen.

Reicht das eigene Einkommen nicht aus, springt in der Regel die Sozialhilfe des jeweiligen Bundeslandes ein. Den Bewohnern verbleibt dabei gesetzlich ein monatliches Taschengeld (20 % der Pension plus Sonderzahlungen sowie 10 % des Pflegegeldes der Stufe 3), um persönliche Bedürfnisse wie Friseurbesuche oder kleine Einkäufe zu decken.

Das sind die üblichen Kostenstellen für einen Umzug ins Pflegeheim:

KostenstelleErläuterungPreisspanne (ca.)
Heimkosten (monatlich)Tagessätze für Unterkunft, Verpflegung und Basispflege3.500–5.000 €
PflegezuschlagZusätzliche Kosten je nach Pflegestufe (oft durch Pflegegeld gedeckt)200–2.200 €
EinbettzimmerzuschlagMonatlicher Aufpreis für die Unterbringung im Einzelzimmer250–550 €
UmzugsunternehmenProfessioneller Transport der persönlich ausgewählten Möbelstücke400–1.200 €
Packservice & MaterialFachgerechtes Einpacken von Hausrat und persönlichen Erinnerungen150–450 €
HalteverbotszoneBehördliche Genehmigung für den Lkw vor der alten Wohnung130–160 €
EntrümpelungRäumung der alten Wohnung (Entsorgung nicht mitgenommener Möbel)800 –3.000 €
Bürokratische GebührenMeldeamt, Nachsendeauftrag Post und eventuelle Vertragsauflösungen50–150 €


Was kostet ein Auslandsumzug für Senioren?

Ein Auslandsumzug im Alter ist finanziell deutlich komplexer als eine Übersiedlung innerhalb Österreichs. Die Kosten hängen massiv von der Entfernung zum Zielland, dem gewählten Transportmittel (Lkw, See- oder Luftfracht) und dem Volumen Ihres Hausrats ab. 2026 treiben vor allem gestiegene Treibstoffpreise und internationaler Logistikaufwand die Preise nach oben.

Zusätzlich müssen Senioren oft in spezialisierte Dienstleistungen investieren, um die bürokratischen Hürden im Ausland sicher zu meistern. Dazu zählen die professionelle Erstellung von Inventarlisten für den Zoll sowie die Koordination des Versicherungsschutzes, der bei Langstrecken aufgrund des höheren Schadensrisikos unverzichtbar ist.

KostenstelleErläuterungPreisspanne (ca.)
Lkw-Transport (Europa)Fahrtkosten, Personal und Maut bis ca. 1.500 km1.200–4.500 €
Seefracht (Übersee)Container (20ft/40ft) oder Beiladung im Sammelcontainer1.800–10.000 €
Zoll & DokumenteAbwicklung von Einfuhrbestimmungen (besonders Nicht-EU)300–600 €
TransportversicherungBasierend auf dem Warenwert (ca. 1 % bis 2 % des Wertes)200–1.000 €
VerpackungsserviceExport-Sicherungsverpackung für lange Transportwege400–900 €
HalteverbotszonenOrganisation an beiden Standorten (In- und Ausland)200–400 €
Visa & BeglaubigungenGebühren für Aufenthaltsgenehmigungen und Übersetzungen150–800 €
ZwischenlagerungFalls die neue Wohnung noch nicht bezugsfertig ist (pro Monat)Ab 80 €


8. Wer übernimmt die Kosten für den Umzug in ein Pflegeheim?

Die Finanzierung eines Umzugs in ein Pflegeheim basiert primär auf den eigenen Einkünften der Senioren. Hierzu werden die laufende Pension (bis auf 20 % plus Sonderzahlungen) und das Pflegegeld (bis auf einen Taschengeldbetrag von 10 % der Stufe 3) herangezogen. Seit der Abschaffung des Pflegeregresses im Jahr 2018 ist der Zugriff auf das private Vermögen oder das Eigentum der Angehörigen für die Deckung der Pflegekosten unzulässig.

Reichen Pension und Pflegegeld nicht aus, um die Heimkosten zu decken, springt die Sozialhilfe (bzw. Mindestsicherung) des jeweiligen Bundeslandes ein. Wichtig ist dabei, dass der Antrag rechtzeitig beim zuständigen Magistrat oder der Bezirkshauptmannschaft gestellt wird. Die eigentlichen Umzugskosten (Transport, Packservice) sind jedoch meist Privatangelegenheit, sofern nicht im Einzelfall eine außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden kann.

Hier finden Sie die wichtigsten Optionen zur Kostenunterstützung im Überblick:

Förderung/ZuschussVoraussetzungLeistung/SummeLink/Info
PflegegeldPflegebedarf von mehr als 65 Std./MonatMonatlich 192 € bis 2.061 € (je nach Stufe)oesterreich.gv.at
Sozialhilfe (Heimkosten)Eigenes Einkommen reicht nicht für den HeimplatzÜbernahme der Differenz zu den HeimkostenSozialministerium
Taschengeld (Verbleib)Aufenthalt in Pflegeheimen über Sozialhife20 % der Pension + 10 % Pflegegeld Stufe 3pflege.gv.at
Steuerliche AbsetzbarkeitUmzug aufgrund von PflegebedürftigkeitAbsetzbar als außergewöhnliche BelastungBMF (Finanzamt)
Wohnzuschuss (mobil)Umzug in betreutes Wohnen (nicht Heim)Je nach Bundesland und EinkommensgrenzeLandesregierungen (z.B. NÖ, Wien)


Wer zahlt Entrümpelung bei Umzug ins Pflegeheim?

In Österreich werden die Kosten für eine Entrümpelung beim Umzug ins Pflegeheim grundsätzlich als Privatsache betrachtet. Das bedeutet, dass die betroffene Person oder deren Angehörige die Kosten für die Räumung der alten Wohnung und die Entsorgung von Altmöbeln selbst tragen müssen. Da die Sozialhilfe in der Regel nur die laufenden Heimkosten übernimmt, gibt es für die einmalige Entrümpelung keine direkte staatliche Förderung.

Dennoch gibt es finanzielle Spielräume: Wenn der Umzug aufgrund einer nachgewiesenen Pflegebedürftigkeit erfolgt, können die Kosten für die Entrümpelung oft als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden. In Härtefällen oder bei Bezug von Mindestsicherung lohnt sich zudem eine Nachfrage beim zuständigen Sozialamt der Gemeinde, ob einmalige Beihilfen für die Wohnungsauflösung gewährt werden, um eine drohende Verschuldung zu verhindern.


Wer zahlt Wohnungsauflösung bei Umzug ins Pflegeheim?

In Österreich liegt die finanzielle Verantwortung für eine Wohnungsauflösung beim Umzug ins Pflegeheim grundsätzlich beim Mieter selbst oder dessen Erben. Da es sich um eine private vertragliche Verpflichtung gegenüber dem Vermieter handelt, übernimmt das Sozialamt diese Kosten im Regelfall nicht. Die Kosten müssen daher aus dem verbliebenen Schonvermögen oder laufenden Einkünften bestritten werden.

Eine wichtige Ausnahme bildet die steuerliche Berücksichtigung: Erfolgt die Wohnungsauflösung zwangsläufig aufgrund von Pflegebedürftigkeit, können die Ausgaben oft als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden. In seltenen Härtefällen, wenn absolut kein Vermögen vorhanden ist und die Delogierung droht, gewähren manche Kommunen oder karitative Organisationen einmalige Überbrückungshilfen, worauf jedoch kein Rechtsanspruch besteht.


Wer übernimmt die Kosten für den Umzug in ein Pflegeheim?

Die Kosten für den physischen Umzug in ein Pflegeheim – also das Transportunternehmen, die Helfer und das Packmaterial – werden grundsätzlich als Privatangelegenheit eingestuft. Das bedeutet, dass die pflegebedürftige Person diese Kosten aus ihrem eigenen Vermögen oder dem verbleibenden Einkommen selbst finanzieren muss. Da die Sozialhilfe der Bundesländer primär die laufenden Heimkosten (Unterkunft und Verpflegung) deckt, gibt es für den einmaligen Wohnungswechsel in der Regel keine direkten staatlichen Zuschüsse.

Dennoch gibt es 2 wichtige finanzielle Entlastungsmöglichkeiten: Erfolgt der Umzug aufgrund einer ärztlich bestätigten Pflegebedürftigkeit, können die Umzugskosten beim Finanzamt als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Zudem gewähren manche Gemeinden oder karitative Organisationen in sozialen Härtefällen einmalige Beihilfen, sofern das eigene Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um die Übersiedlung zu bezahlen.

9. FAQ zum Umzug für Senioren

Ist man mit 65 zu alt, um umzuziehen?

Ganz und gar nicht: 65 ist oft sogar das ideale Alter für einen Neuanfang! Viele Österreicher nutzen den Pensionsantritt bewusst, um sich räumlich zu verändern – sei es durch Verkleinerung, den Umzug in eine barrierefreie Wohnung oder näher zu den Enkelkindern. Ein Umzug mit 65 ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine strategische Entscheidung für mehr Lebensqualität und weniger Hausarbeit im Alter.

Wichtig ist lediglich, dass Sie die Übersiedlung entspannt und mit ausreichend Vorlaufzeit planen. Während man mit 20 Jahren noch alles in Eigenregie erledigt, darf man sich mit 65+ den Luxus gönnen, die körperlich anstrengenden Aufgaben Profis zu überlassen. So bleibt der Umzug ein positives Ereignis und führt nicht zu körperlicher Überlastung.

Erlischt das Wohnrecht bei Umzug ins Pflegeheim?

​​Nein, in Österreich erlischt ein im Grundbuch eingetragenes Wohnungsgebrauchsrecht nicht automatisch, nur weil Sie in ein Pflegeheim umziehen. Da es sich um ein höchstpersönliches Recht handelt, bleibt es rechtlich so lange bestehen, bis Sie entweder ausdrücklich und schriftlich darauf verzichten oder versterben. Selbst bei einer dauerhaften Unterbringung im Heim behalten Sie theoretisch den Anspruch auf die Nutzung der Räumlichkeiten.

Da die Immobilie durch das bestehende Wohnrecht jedoch oft schwer verwertbar ist, wird in der Praxis meist eine Löschung gegen Ablöse vereinbart. Dabei verzichtet der Senior offiziell auf sein Recht, erhält im Gegenzug jedoch eine einmalige Kapitalabfindung oder eine monatliche Rente. Diese finanziellen Mittel können dann gezielt eingesetzt werden, um die monatlichen Heimkosten oder zusätzliche Pflegeleistungen zu decken.

Kann ich als Rentner Umzugskosten geltend machen?

Ja, als Rentner haben Sie durchaus Möglichkeiten, Umzugskosten finanziell geltend zu machen, auch wenn die klassische “berufliche Veranlassung” wegfällt. Hierfür stehen Ihnen vor allem steuerliche Wege sowie Zuschüsse der Pflegeversicherung offen, sofern bestimmte gesundheitliche oder pflegerische Gründe vorliegen.

Die wichtigste Voraussetzung für eine steuerliche Absetzung ist, dass der Umzug entweder der Wiederherstellung der Gesundheit dient oder die Pflege erleichtert. In diesen Fällen erkennt das Finanzamt die Kosten als „außergewöhnliche Belastung“ an. Ohne medizinischen Grund können Sie zumindest die Arbeitskosten des Umzugsunternehmens als haushaltsnahe Dienstleistung direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen.

Was kostet ein Umzug ins Pflegeheim?

Ein Umzug in ein Pflegeheim ist mit monatlichen Tagessätzen zwischen 3.500 und 5.000 € verbunden, die Unterkunft, Verpflegung und Basispflege abdecken. Während das Pflegegeld einen Teil davon trägt, wird der Restbetrag primär aus der Pension finanziert, wobei den Senioren ein gesetzliches Taschengeld verbleibt. Seit der Abschaffung des Pflegeregresses bleibt das Privatvermögen geschützt, sofern die laufenden Einkünfte zur Deckung ausreichen; andernfalls springt die Sozialhilfe ein.

Neben den reinen Heimkosten fallen einmalige Kosten für die Logistik und eventuelle Standortwechsel an, die je nach Umfang und Distanz stark variieren. Diese Kosten sind in der Regel privat zu tragen, können aber unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend gemacht werden.

Wer zahlt den Umzug ins Pflegeheim?

In Österreich wird die finanzielle Last des Umzugs ins Pflegeheim auf 2 Ebenen verteilt: Die laufenden Heimkosten für Unterkunft und Pflege werden primär durch Ihre eigene Pension und das Pflegegeld gedeckt. Da der Pflegeregress abgeschafft wurde, bleibt das Privatvermögen unangetastet – reicht das Einkommen nicht aus, übernimmt die Sozialhilfe des jeweiligen Bundeslandes die Differenz zu den monatlichen Tagessätzen.

Die einmaligen Umzugskosten wie die Beauftragung einer Umzugsfirma, das Packmaterial oder die Entrümpelung der alten Wohnung gelten hingegen als Privatsache. Diese Kosten müssen Sie oder Ihre Angehörigen selbst tragen. Eine Entlastung ist jedoch über das Finanzamt möglich: Wenn der Umzug aufgrund einer ärztlich bestätigten Pflegebedürftigkeit erfolgt, können Sie diese Ausgaben als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen und so einen Teil der Kosten zurückerhalten.

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